26.08. Wir sind alle in bisschen "Wacker"!

Es gibt nichts Schöneres als den Fußball, egal in welcher Liga.

Wir alle lieben diesen Sport und komme was wolle: Es wird immer so sein. Selbst in den unteren Ligen, also bei uns, sind manche Spiele etwas Besonderes. Dazu gehören auch die Pokalspiele auf Kreisebene. Nicht selten finden diese abends statt, unter Flutlicht.

Wir machen eher Feierabend, damit wir pünktlich beim Treffpunkt sind und sind in Gedanken den ganzen Tag bei diesem Spiel. Wir malen uns aus den „Großen“ zu ärgern, denn die Losfee hat uns bei der Auslosung ein höherklassiges Team beschert. Zeit für Weisheiten von meinem Opa: „Dat Spiel hat neunzich Minuten und der Pokal eh seine eigenen Jesetze!“

Recht hat er. Also auf geht’s. Treffpunkt, Kaffee, Kippe, Fachgespräche.

Kabine. Ansprache des Trainers. Er will uns heiß machen, aber alle sind konzentriert. Raus zum Warmmachen. Ein kurzer Blick zum Gegner: „Die andere Mannschaft spielt nur eine Liga höher und ist ausgestattet, wie der FC Bayern. Mindestens.“ Bis hier hin eine Situation, die viele von uns schon erlebt haben und dann gibt es die Mannschaften, die wirklich eine Überraschung schaffen und Mannschaften, die es nicht schaffen.

Heute gab es im Kreispokal ein Spiel, was seines gleichen sucht: SG Altenessen gegen Wacker Bergeborbeck. Wir haben in der Sommerpause darüber berichtet, dass Wacker nur knapp dem Abstieg entgangen ist und einen Neuaufbau anstrebt. 2 Spiele, 1:18 Tore. Heute dann Pokal und nach 4 Minuten kann man, per Strafstoß in Führung gehen. Riesen Jubel. Und dann?

ZWEIUNDZWANZIG Gegentore. 22:1. Unglaublich, aber wahr.

Aber wer jetzt denkt wir wollen uns darüber lustig machen, der hat sich geschnitten. Wer nach 61 Minuten mit 13:1 hinten liegt und das Spiel fair zu Ende bringt (es gab eine Gelb/rote), der hat Anerkennung und Respekt verdient. Nicht selten wurden solche Spiele abgebrochen.

Kopf hoch, Jungs. Wir drücken Euch für die nächsten Spiele die Daumen. Die Meisten von uns sind auf dem Platz schon mal richtig untergegangen und wer sich im ersten Teil dieses Beitrages wiedererkannt hat, der ist auch irgendwie ein bisschen „Wacker!“

Man muss immer bedenken, mit welchen Mitteln ein Verein ums Überleben kämpft und was das Kämpfen angeht, gehört man an der Cathostraße zu den Großen!