Resolution gegen Gewalt im Sport

Sport und Bäder Betriebe Essen 22.01.2015

Mit großer Sorge stellen wir fest, dass Gewalt im Sport, insbesondere bei Fußballspielen,auch in Essen zugenommen hat und es immer häufiger zu körperlichen oder verbalen Entgleisungen, zu Angriffen auf Schiedsrichter und zu Spielabbrüchen kommt.Gleichfalls ist festzustellen, dass auch Zuschauer sich immer wieder zu verbalen Attacken bis zu Schlägereien hinreißen lassen. Jede Attacke ist eine zu viel und zieht zumeist Erwiderungen nach sich.

Alle, für die Sport ein Stück Heimat oder einfach ‚schönste Nebensache der Welt‘ ist, sind aufgefordert, sich das nicht zerstören zu lassen. Gewalt löst kein Problem, bringt keine Punkte und zerstört das, was den Sport eigentlich ausmacht, nämlich Teamfähigkeit,Fairness, Toleranz und Integration. Gefordert sind mehr denn je Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns alle und damit auf jede und jeden Einzelnen kommt es an.

Der Rat der Stadt setzt sich für einen gewaltfreien Sport ein, in dem kein Platz ist für jede Form der verbalen, psychischen, sexualisierten, rassistischen oder körperlichen Gewalt. Wir fordern alle Essenerinnen und Essener und insbesondere alle aktiven Sportlerinnen und Sportler auf, ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und durch ihr aktives Engagement diese Resolution zu unterstützen.

Begründung:

Die Gewalt im Sport nimmt in erschreckendem Maße zu, aber nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits der eigentlichen Sportstätten. Diese Gewaltbereitschaft wird besonders jungen Menschen zugeschrieben,

die sich in der Regel an Vorbildern orientieren und diesen in vielen Bereichen und Lebenssituationen nacheifern. Wenn Vorbilder untauglich sind oder wenn Vorbilder fehlen, die jungen Menschen Begriffe wie Anstand, Moral und Fairness vorleben, müssen alle gesellschaftlichen Kräfte wie Politik, Polizei,

Schulen, Eltern und Erzieher und nicht zuletzt der Kinder und Jugendlichen selbst zusammenwirken.Speziell im Bereich des Sports spielt der Begriff Fairplay eine große Rolle. Fairplay soll der Versuch sein,

Verhaltensnormen hochzuhalten, die in der Gesellschaft, aber auch im Sport manchmal abhanden gekommen zu sein scheinen. Hier sind Maßnahmen von Nöten, die präventiv die Gewaltbereitschaft im Sport vermindern, Gemeinsamkeit fördern und im internationalen Verkehr zu Völkerverständigung

unter Sportlern, Zuschauern und Fans beitragen. Um hierfür einen Beitrag zu leisten, beschließt der Rat der Stadt die Resolution gegen Gewalt Im Essener Sport.